Aufbau einer Edge Computing Platform

Trotz breitflächiger Adoption von Public-Cloud-Architekturen in großen Unternehmen, gibt es weiterhin Anwendungsfälle, die für eine cloudbasierte Lösung aus diversen technischen oder auch rechtlichen Gründen nicht geeignet sind. Hierzu zählen insbesondere auch Edge Computing Anwendungsfälle, in denen aufgrund hoher Datenmengen eine Übertragung in die Cloud unter gegebenen zeitlichen Rahmenbedingen oftmals nicht möglich ist, und deshalb eine Verarbeitung dort durchgeführt werden muss, wo die Daten anfallen. Bei BMW können hierbei mehrere Petabytes pro Anwendungsfall pro Jahr anfallen. Für derartige Anwendungsfälle hat BMW eine neue Edge-Computing-Plattform aufgebaut, die darauf ausgelegt ist, Daten so nah wie möglich an der Entstehung zu verarbeiten. Aufgrund des Einsatzes dieser Plattform an einer Vielzahl unterschiedlicher Orte weltweit ist die Plattform insbesondere auf einen effizienten Betrieb und eine einfache Skalierbarkeit ausgelegt. So ist etwa eine zentrale Überwachung und Provisionierung möglich, d. h. neue Instanzen der Plattform können vollautomatisiert über einen Infrastructure-as-Code-Ansatz ausgerollt werden. Im Vortrag stellen wir die Gesamtarchitektur der Lösung vor und gehen auf verschieden Themen näher ein. Der Zuhörer lernt hierbei, wie BMW folgende Aspekte gelöst hat:

  • Vollautomatisiertes Aufsetzen von Clustern auf On-Premise-Hardware
  • Betriebskonzept für eine große Anzahl an Clustern
  • Self-Service für Plattform-Services
  • Multi-Cluster-Management
  • Zentralisiertes Logging und Monitoring

Dr. Tobias Bürger ist in der BMW Gruppe für die globalen Big-Data- und AI- Plattformen verantwortlich, die einen zentralen Bestandteil der Datenplattform der BMW Gruppe darstellen. Diese Plattformen erstrecken sich über unterschiedliche Bereiche wie der Fahrzeugentwicklung, Produktion, Logistik, Aftersales oder auch Connected Drive.

Bevor er zu BMW kam, war er bei PAYBACK für die Themengebiete Big Data, Personalisierung und Digital Analytics verantwortlich.

Er hält Vorlesungen in den Bereichen Semantic Web, Künstliche Intelligenz und Big Data und spricht regelmäßig auf Konferenzen.

Tobias wurde in Informatik an der Universität Innsbruck im Fachgebiet „Semantic Web“ promoviert und hält ein Diplom in Informatik der Universität Passau.

Marc Jäckle ist Executive Architect bei MaibornWolff im Bereich IoT. Er verfügt über mehr als 16 Jahre Erfahrung bei der Gestaltung von komplexen Softwareentwicklungsprojekten für diverse große Firmen insbesondere im Automotive-Bereich. Neben der Softwarearchitektur im Allgemeinen gilt seine besondere Leidenschaft der Gestaltung von flexiblen und skalierbaren, vernetzten Diensten und Big Data Lösungen im IoT-Umfeld.

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